Guten Morgen in einem sehr interessanten Thread.
Vor Jahren hatte ich mich schon mal mit dem Thema beschäfftigt, als ich einen MTS ... mit zwei HW 80 veröffentlichte; Die Reaktion: das ist Verboten! ?
Wo steht dazu etwas?
- Als wir zu KfL-Zeiten Vibrationswalzen bauten, habe ich mich dem Thema Anhängelasten am ZT beschäftigt. Dort steht in der Bedienungsanleitung: Ungebremst bis 3500 Kg, Mit zwei gebremsten Anhängern bis 24000 Kg (2 x HW 80) und mit nur!? einem
Anhänger bis 30000 Kg (Tieflader).
Die Verbolzung der Anhängekupplung war mir hauptsächlich beim ZT 300 mit Zugkraftverstärker begegnet. Durch die Bolzen wurde die Stützlast von 50 Kp auf 300 Kp erhöht.
Da die BK 63 einen Kugelbolzen hat, ist eine Verdrehung im geringen Maß möglich. Ob sich die Bolzen verbiegen? oder das Zugmaul / Zugöse zerstört wird bleibt offen?
Nach der Wende gab es für die ZT auch eine nachrüstbare stützlastige Anhängekupplung. Damit wurden Tandemanhänger bis 18000 Kg Gesamtmasse und 1800 Kp Stützlast gefahren.
Also; große Anhängelasten sind mit Obenanhängung möglich!
Zum MTS: eine BK 63
Die Stützlast lt. Typschild 500 N = 50 kg
Nach der Wende wurde diese Anhängekupplung von ROCKINGER weitergebaut.
Interessant sind die unterschiedlichen D-Werte
Laut einem Vertreter von ROCKINGER "mußte" die Fertigung eingestellt werden, weil das Fangmaul "zu schwach" sei und somit keine Genehmigung? mehr erhalten habe.
Die BK 63 gab es auch in starrer Ausführung (nur drehbar).
Demnach gibt es bezüglich der Bauformen und des D-Wertes verschiedene Varintan

.
Zurück zu dem MTS mit den zwei HW 80: Ich habe mich beim Importeur nach den Anhängelasten für die MTS-Traktoren erkundigt und in etwa folgende Antwort erhalten:
-Entscheidend ist der D-Wert der Anhängekupplung.
-Die gesetzliche Gesamtmasse (40 t) muß eingehalten werden und
-die Anhängemasse sollte im "gesunden" Verhältnis zur Eigenmasse des Traktors sein.
Also ist der D-Wert entscheidend (Link).
Dabei ist zu beachten: Es gilt der D-Wert immer nur für die einfache Verbindung zwischen Anhängekupplung und Zugöse, egal wieviele
Anhänger mitgeführt werden! Denn: Wie bei der Eisenbahn

werden die
Anhänger beim Anfahren einzeln angezogen (Pendelprinzip).
Für mich bleibt immer noch die Frage: Wie kommt man zu einer zulässigen Anhängemasse?
Dieser ZT 323 hatte eine "Schwerlast"-Kupplung mit größerem Bolzendurchmesser, um sich das Drehen der Zugöse am Tieflader zu ersparen ... und somit eine größere Anhängelast?
und gleichzeitig die nötige Stützlast für den Zugkraftverstärker zu haben

.
Robert, ich würde mal bei BELIMPEX um eine Erklärung / Unterstützung bitten.
Gruß Wolfram
https://de.wikipedia.org/wiki/Anhängerkupplung