gt 124 Differentialsperre

gt66

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Guten Morgen,
ich habe mich gerade erst angemeldet, hauptsächlich da ich es echt interessant finde, welche Themen hier behandelt werden, jedoch habe ich auch ein ( keines oder großes, ich weiß es nicht ) Problem.

Ich besitze einen Gt124, Baujahr 1966.
Nachdem ich mich ein bisschen damit "eingearbeitet" habe, habe ich einige Kleinigkeiten instandgesetzt ( Schalthebel, Handbremse...)

Aber nun werfen sich mir 2 Fragen auf:

1.Die Zapfwellen laufen nur während der Fahrt, vor-und rückwärts, es fehlt der Hebel zur Umschaltungzwischen Motor und weggebunden.

nun die 1. Frage: gab es das nur beim RS09 und wo müste das Gestänge des Fehlenden Hebels hinführen?

(Hebel:rechte Lenksäulenseite neben dem Hebel der Lamellenkupplung?!)

und die 2.: Die Differentialsperre lässt sich nicht einlegen. Das Gestänge ist vorhanden ( hatte den Getriebedeckel ab), lässt sich jedoch nicht hochziehen.
Ich habe es bei Kurvenfahrt und mit "durchdrehenden" Rädern bzw. Rad probiert.

Das Getriebe sieht von oben noch sehr gut aus, es funktioniert auch sonst alles perfekt, nur eben die Sperre nicht.

Kann es sein, das durch jahrelangen Nichtgebrauch ( laut vorbesitzer ca 20 Jahre, deer Mechanismus festgegangen ist, oder gibt es irgendeinen Trick?

Ich hoffe auf eure Antworten. :(
 
Hallo, ja der Hebel für die Fahr und Standrichtung der Zapfwelle am GT müsste der ganze reche neben dem Lenkrad sein ohne das ich jetzt in meinen PDF Anleitungen nachsehen würde. Du solltest den aber nur bewegen wenn die Anderen Zapfwellen auf aus sind. Ansosten hast du auch mal ganz schnell n Knoten im Getriebe. Es kann aber auch sein das deine Zapfwellen Weggebunden geschaltet sind. Von daher beide einfach mal ausschalten oder mal sagen was du mit der Zapfwelle machen willst. Am besten ne Bedienungsanleitung gesorgen weil die ganzen Zapfwellenstellungen kann man sich so gar nicht merken.
Das mit der Sperre würde ich auch auf angegammelt tippen. Wenn im Getriebe nix weiter zu sehen ist vielleicht mal leicht drauf klopfen und mit Rostlöser behandeln.
 
Naja, die Zapfwellen hätte ich, wenn man sie Motorgebunden betreiben kann, evtl. für einen Holzspalter genommen.

Wo führt die Stange der Sperre eigentlich hin?
Oben ist sie ja nicht festgegammelt, ich hatte ja den Getriebedeckel mit oberer Führungsbuchse der Stange ab.

Ich vermute dass die Stange unten aufs Differential geht, liege ich da richtig?

Kann mit das vielleicht jemand genauer erklären/zeigen?

MfG
 
Hallo

Die Stange führt neben das Differential.
Auf der Antriebswelle vom Endvorgelege, welche ja ins Differential gesteckt wird befindet sich eine Art Mitnehmer auf der Welle.
Beim betätigen der Differentialsperre schiebt man den Mitnehmer axial in Richtung Differential welcher dann in einer Verzahnung am Diff greift.

Gruss, Sebastian
 
Dabei muss die Bewegung aber noch umgelenkt werden, oder?

Man sagte mit, ich müsse den Hebel, der mit Splint auf der Stange montiert ist, hochziehen.
Stimmt das?
 
hallo vielleicht hat auch ma jemand den rechten antrieb abgehabt , und die muffe ist runtergefallen
mfg ronny
 
Das weiß ich leider nicht, laut Vorbesitzer jedenfalls nicht.
Kann es sein, dass das Schaltrad auf der welle mit der Zeit festgegangen ist?

Wie gesagt, mind. 20 Jahre nicht genutzt und ansonsten ist das Gestänge von oben her frei...

wenn ich das rechte Endvorgelege abmontiere ( den achstrichter doch auch?!) kann ich dann das evtl. auch runtergefallene Schaltrad/Muffe einfach wieder einfädeln, dann die Sperre einlegen und gut ist ?
 
Hallo gt66
Das dabei die Bewegung noch umgelenkt wird sollte eigentlich klar sein.

Ja, der Hebel muss hochgezogen werden.

Wenn dann müsste selbstverständlich das Endvorgelege inklusive Achstrichter ab. Dann noch da das eine Blech abmachen und Du schaust genau auf den besagten Mechanismus.

Das der Mitnehmer/die Muffe einfach nur aus der Gabel gefallen ist bezweifle ich. In diesem Fall wäre das Gestänge ja beweglich.

Was aber noch sein könnte das der Mitnehmer falsch eingebaut wurde. Sitzt der Mitnehmer ordnungsgemäß auf der Welle muss die kleine Außenverzahnung noch lange nicht im Diff greifen. Beide Verzahnungen an dem Bauteil stehen also nicht in einem Verhältniss zueinander. (mir ist dieses zum Glück noch rechzeitig aufgefallen)

Hatte das Getriebeöl denn schonmal anständig Betriebstemperatur? Wenn da wirklich etwas festgeockert ist bewirkt ein wenig Wärme oftmals Wunder.

Gruss..
 
Ne, das Getriebeöl war garantiert noch nicht warm, im Winter wurde er zum Schnee - und Kohleschieben eingesetzt, und ich will ihn erst richtig Nutzen, wenn ich neues Getriebeöl drauf habe, bevor da noch was Kaputt geht.

Ich habe mit jetzt Ersatzteilkatalog, Bedienungs-und Reparaturanleitung bestellt.

Damit werde ich das dann mal in Angriff nehmen.
als unterstützung werde ich meinen Opa zu Rate ziehen, der hat früher sowas repariert, kann sich aber ohne es zu sehn nicht mehr so richtig erinnern.
Kann mir trotzdem jemand den ungefähren Zeitaufwand der Reparatur nennen? ;-)
 
Hallo GT66!

Zeitaufwand würde ich so auf zwei Tage schätzen!
Du musst das Endvorgelege mit Achstrichter abnehmen, alles was am Vorgelege und Achstrichter befestigt ist musst du abbauen!
Tank, Fußblech, Rad, Schalldämpfer, rechten Träger, Dreipunkt, Anhängerkupplung, Kotflügel, Elektrik.
Dann kannst du den Achstrichter am Getriebe lösen und abnehmen! Endvorgelege bleibt am Achstrichter!
Du siehst dann einen eingeklebten Blechdeckel mit einen Wellendichtring in der Mitte, diesen Deckel öffnen! (Nicht versuchen den Lagersitz rauszubekommen!!!!!)
In dieser Öffnung solltest du dann eine Schaltgabel mit zwei Gleitsteinen und das Teil zum Sperren sehen!
Wenn die Schaltgabel fest ist kann es noch aufwendiger werden, weil diese nur zu demontieren ist wenn du den Motor raus nimmst! Wir hoffen mal das du das nicht brauchst!

Viel Erlog Gruß Stefan
 
Danke für die ausführliche Antwort.

mhhh, 2 Tage is schon ganz schön viel, ich hatte so mit einem Vormittag gerechnet :(

wenn die Gabel fest ist, (läuft die nicht eigentlich in Öl??) kann man die dann nicht mit einem bisschen ruckeln und zuckeln wieder etwas gängig machen?

Bei öfterer Benutzung dürfte sie dann ja eigentlich nicht wieder festgehen.

wie kann ich nun vermeiden, dass die gleitsteine ins Getriebe fallen?

(Beim Multicar legen ich z.b. auch die Sperre ein, geht ja aber nicht?!)
 
Hallo GT66!

Die Gleitsteine fallen nicht bei der Demontage ins Getriebe, Wenn du den Achstrichter abnimmst werden die Gleitsteine aus der Gabel fallen und landen dann im Lagersitz vom Differenzial und von da ist es noch ein Stück bis ins Getriebe!
Also keine Angst! Ein routinierter Schrauber macht dir das auch an einem Vormittag aber so alte 09´ner haben immer eine Überraschung in der Hinterhand! Besorge dir gleich einen neuen Wellendichtrung für die Antriebswelle im Getriebe und auch für das Vorgelege, wenn das einmal ab ist sollte man den gleich mit wechsel ist keine große Sache musst du nur Vorgelege vom Achstrichter trennen und dann siehst du den Wellendichtring schon.
Wenn ein RS09 regelmäßig im Einsatz ist wird auch nicht so schnell festgammel, aber wenn er mehr steht und wenn er bewegt wird nur kurz dann können auch geschmierte wellen schon mal fest gammeln, Beim RS09 werden die oben liegenden Wellen und Zahnräder über ein Ölschöpfrad geschmiert was beim RS09 ein Verschleißteil ist, wenn das nicht mehr schöpft dann gibt es auch nicht mehr genug Schmierung im oberen Bereich und die Sperre wird nun auch nicht so oft genutzt!
Wasser im Getriebe ist beim 09´ner auch ein Problem es gab hier schon verrostete Getriebewellen zu sehen, also wie du siehst vieles ist bei so alten Geräten möglich! Viele sind auch erst nach 40-50 Jahren in gute Hände gekommen!

Gruß Stefan
 
Da hast du womöglich recht, aber ich kann mich eigentlich nicht beklagen. an jedem Schmiernippel schmiert man sich am herausgequollenem Fett an und auch sonst ist das Getriebe, wie gesagt, ich hatte es von oben her schon offen, ich einem guten Zustand( ohne Rost oder abgeleierte Zahnräder)

Den Deckel mit dem Simmerring, wie bekomme ich den denn ab?

(Ich weiß leider nicht, wann die Anleitungen kommen)
 
Bei mir war der Deckel mit Bärendreck eingeklebt! Hammer Meißel und vorsichtig schlagen, den kann man aber gut wenn er draußen ist richten und wieder einkleben.

Gruß Stefan
 
So, ich hab ihn zerlegt und das Problem erkannt.
Es ist ein sehr merkwürdiges Problem , was sich aber leicht lösen ließ:

Die Schaltmuffe verklemmte sich beim loslassen der Sperre und rausspringen selbiger felsenfest auf der Verzahnung der Ritzelwelle(zur Bremstrommel hin, wo die Nuten "auslaufen".

Halbrahmen und Dreipunkt habe ich drangelassen, Vorgelege Achstrichter und Kotflügel hab ich demontiert
 
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