Den langen Taiga habe ich auch noch nie gesehen, aber er wird wohl schon einige Jahre gefertigt.
Zum G.
Edition 463 ist ein spezielles Paket für den AMG G 63 und G 65, welches einige mehr oder weniger sinnvolle Extras umfaßt, z.B. einen polierten Unterfahrschutz und spezielle Felgen, die den G letztlich vom eigentlichen Sinn noch weiter entfernen, aber die AMG - G´s sind ja ohnehin nur noch bedingt Geländewagen, sie können sicher viel, aber wer wird einen AMG G 65 Edition 463, Preis dann ca. 300.000€, wirklich in den Wald treiben? Dito AMG G 63 6x6 oder G500 4x4²?
Wer wirklich in den Dreck muß und / oder will, der wird sinnvollerweise einen W 460 / 461 nehmen, am besten einen Wolf / Greenliner.
Der W 461 wurde ab 1991 als Nachfolger des Ur-G W 460 gebaut, er hatte bis 2001 den zuschaltbaren Allradantrieb und wurde bis zu diesem Zeitpunkt an Zivilkunden und sog. Nutzanwender verkauft. Danach war in Deutschland der 461 für Zivilkunden nicht mehr (ohne weiteres) käuflich. Schleichwege gab es wohl doch. Er war neben dem Defender und dem Range Rover sowie dem Wrangler weiter das Urmeter unter den Geländewagen, aber schlicht zu teuer. Die Mehrzahl der Zivilkunden hat dann gleich zum W 463 gegriffen.
Der permanente Allrad kam etwa 2002 in den W 461. Ab 2009 im PUR und dem darauf basierenden Professional dann auch wieder für Zivilkunden erhältlich, bis 2014. Weiterhin aber sehr teuer, das Manko hat den G in seinem ganzen bisherigen Leben begleitet, die Nachfrage nach diesen Zivil-461ern war wohl zu gering oder MB brauchte dessen Produktionskapazitäten für die wesentlich profitableren 463er, hier vor allem die AMG’s. Über die wahren Gründe wird gestritten.
Baureihe W 462. Entweder als CKD’s der Baureihen 460 / 461 für Griechenland oder die Türkei, hatte steuerliche Gründe, oder als Peugeot P4 für Frankreich. Der P4 sollte ursprünglich nur für das Militär sein, auch verbündete Armeen in Gabun etc. haben P4’s bekommen, später wurden auch zivile P4 gebaut, aber nur in sehr geringer Stückzahl.
Wichtig. Der P4 unterscheidet sich nicht nur optisch vom G, auch technisch war da einiges anders, einfacher vor allem, insofern ist ein P4 wesentlich eher das Gegenstück zu einem Sachsenring P3 oder ARO oder UAZ. Es mußten 51/100 der Komponenten aus französischer Produktion sein, das war Pflicht im Lastenheft. Die Franzosen eben.
Weiter den Faden gesponnen ist auch der Panhard PVS ein 462, Fahrzeug der französischen Spezialkräfte. Ähnlich dem deutschen Serval, diesen jedoch nicht mit dem Enok verwechseln. Der Panhard PVS hat aber im Gegensatz zum Peugeot P4 einen Mercedes 270 CDI als Triebwerk und keinen französischen Motor. Die Endfertigung der Rohfahrzeuge wird aber von Panhard übernommen.
W463. Den gab es von Anfang an mit Dieselmotoren, ist also nicht erst in den letzten Jahren als Diesel präsent geworden...
Und nun gibt es, quasi zum Ende der 463er-Zeit, auf Basis der ursprünglichen Luxus - Baureihe 463 einen Professional. Warum? Wohl als Überleitung in die Ära der neuen G - Baureihe W 464 (oder doch 465?), die dafür sorgen soll, daß der G in der Jetztzeit ankommt, nach 37 Jahren ist dieser Schritt sicher notwendig, so wie einst der 463 auch einen solchen Wechsel markierte. Mit dem neuen Professional sollen sicher die Traditionalisten bedient werden, der 464 (465) wird eine andere Klientel bedienen, welche, das werden die nächsten Jahre zeigen.