Ich schließ mich Fiete an.
Ich bin Energieelektroniker und in meiner Firma gibt es ein Industriekraftwerk mit drei Gasturbinen, daher ist Elektroenergie für mich kein fremdes Thema.
Wir brauchen alle Elektro-Energie, da sie einfach eine Energieform für sämliche Anwendungen ist, aber der technische Fortschritt macht sparen auch nicht einfacher.
Es ist auch schwer da überhaupt die Menschen halbwegs glücklich zu machen.
Fakt ist auch, die Grundlast im Netz ist derzeit nur mit Atom, Kohle, Öl, Gas , Wasserkraft sicherzustellen.
Alles andere bringt nur Schwierigkeiten und es ist schwer das Netz zu halten, Pumpspeicherkraftwerke fangen Spitzen ab, aber auf Solar und Wind kann man sich nicht verlassen, sie sind nicht konstant abrufbar. In einem Bericht neulich war von 197 kritischen Tagen im Jahr die Rede, wo Windkraft runtergefahren oder ganz aus dem Netz genommen werden musste, da es einfach die Grundlast gefährdete.
Auch wenn Atomkraft nicht ungefährlich ist und ein Entsorgungsproblem hat, durch die Ereignisse in Japan machen Medien und Parteien Stimmung und alle haben Angst, aber derzeit kommen wir so schnell nicht aus der Zange raus.
Ein Ausstieg geht nur langsam.
Und wie bereits aufgeführt, werden auch alle anderen Alternativen von den "Grünen-Freunden" gerne mal blockiert.
Selbst bei ihrer hochgeworbenen Windkraft stehen sie ganz schnell da, wenn in dem Gebiet eine seltene Vogelart,... lebt....bei Kohle, Öl und Gas sind Tagebau, Ölplattformen und Pipelines steht ein Dorn im Auge, bei Wasserkraft werden Flussläufe zerstört und auch Solarkraftwerke brauchen Platz und verdrängen die Vegetation,.... usw.... ich frag mich auch, wie wollen wir unseren Strom herstellen?
Ach ja, der kommt ja aus der Steckdose, dort können wir in Zukunft auch die Elektroautos laden....
Also irgendwo fehlt mir da ein klarer Weg.
Und nochmal zum Thema Atom....
Wenn ich sehe wie Felder und Natur bei Castortransportdemos zerstört/vermüllt bzw. Schienen unterhöhlert werden ,... könnte ich den Demonstranten auch nur in den A... treten.
Ich hoffe für Japan , dass es doch noch ein kleines Happy End gibt und für die Welt, dass sie nicht in Panik gerät sondern vernünftigt über die Zukunft denkt, plant und am wichtigsten:
angemessen und überlegt handelt.
Mfg Steffen